Die Befreiung Auschwitz jährt sich zum 70. Mal

with 7 Kommentare
Befreiung Auschwitz
Stacheldraht

Die Befreiung Auschwitz durch Truppen der Roten Armee jährt sich nun zum 70. Mal. Für viele der Überlebenden und deren Familien wird es niemals eine wirkliche Befreiung geben können.

Zu diesem Thema gab es in den letzten Tagen etliche Berichte in verschiedenen Zeitungen, Zeitschriften, Dokumentationen und Talkrunden in den Fernsehsendern und gestern fand natürlich auch eine Gedenkfeier in Berlin statt. Dort prägte Bundespräsident Joachim Gauck folgenden Satz:

Es gibt keine deutsche Identität ohne Auschwitz. Die Erinnerung an den Holocaust bleibt eine Sache aller Bürger, die in Deutschland leben. Er gehört zur Geschichte dieses Landes.“

Auf Facebook entstand eine kleine Diskussion über die Richtigkeit dieser Aussage.

Keine deutsche Identität ohne Ausschwitz?

Eine solche Behauptung ist natürlich erstmal ein Brett, besonders für einen jungen Menschen, dessen eigene Eltern mit dem Krieg und der NS-Zeit gar nichts mehr zu tun haben.
Es ist natürlich auch nicht so, dass Deutschland Massenvernichtung, Rassenhass und Genozid erfunden hätten, aber die Nazis haben diesen Wahnsinn auf einen ziemlichen Höhepunkt getrieben.
Das war aber nicht mein Deutschland.

In meinem Deutschland sehe ich mich mitverpflichtet, dafür zu sorgen, dass dieser Teil unserer Historie nicht in Vergessenheit gerät. Schon aus Respekt für die Hinterbliebenen und die Überlebenden. Und irgendwie als ein warnendes Beispiel für die Welt. 
Und das ist ein Teil meiner Identität als Deutsche. Denn Deutschland kann auch ziemlich cool sein (wenn es will), trotz Pegida, Kleinkariertheit und Merkel.

Was meint ihr dazu? Gehört Auschwitz, bzw. Holocaust zur Identität Deutschlands? Oder ist das für euch ganz weit weg?

In meiner Sammlung Memorabilien habe ich bereits ein Bild vom Holocaust Mahnmal in Berlin veröffentlicht und dieses Foto von einem Stacheldraht (nicht Auschwitz, aber tatsächlich irgendwo in Polen fotografiert) kommt auch da mit rein.

Einen Artikel zu der Rede von Gauck findet ihr auf Spiegel Online.

Foto: Stacheldraht ©traumalbum.de
Text: Die Befreiung Auschwitz jährt sich zum 70. Mal ©traumalbum.de
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7 Antworten

  1. vivilacht
    |

    meine Eltern und meine Schwiegereltern waren alle in Auschwitz.

    • Sabienes
      |

      @vivilacht: Das ist oberübel. Sie haben mein Mitgefühl.
      Was hört man eigentlich im Ausland so über Pegida?
      LG
      Sabienes

      • vivilacht
        |

        ich lese ja im Internet die deutschen Zeitungen, hier wird sehr wenig darueber berichtet, speziell da jetzt immer wieder der Norden des Landes beschossen wird und uns Wahlen bevorstehen. Diese beiden Themen, die haben hier Prioritaet

        • Sabienes
          |

          @vivilacht: Kann ich mir gut vorstellen. Andersrum habe ich auch noch nicht viel über neue Wahlen in Israel gehört, zumal die Wahlen in Griechenland europaweit interessanter gewesen sind.
          LG
          Sabienes

          • vivilacht
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            die kommen ja erst, und da sind dann die Zeitungen jeden Tag voll davon, wer mit wem etc

  2. Felicitas
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    Die Erinnerung an die NS- Vergangenheit muss natürlich aufrecht erhalten bleiben, und die Verantwortung hierfür kann uns keiner nehmen. Ich glaube auch, dass die allermeisten Deutschen das für sich akzeptieren. Das gilt meiner Erfahrung auch für die jungen Menschen unter uns, für die diese schlimme Zeit gefühlt ewig weit weg liegt. Aber wachsam sollten alle trotzdem bleiben.
    VLG
    Felicitas

    • Sabienes
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      @Felicitas: Ich glaube, gerade für jungen Menschen wird es immer schwieriger, etwas mit der Zeit anzufangen. Meine Kinder hatten noch Großeltern und eine Urgroßmutter, die Krieg und NS-Zeit live erlebt haben. Aber bei deren künftigen Kindern wird kein Zeitzeuge mehr zur Verfügung stehen. Und so rücken solche Geschehnisse immer mehr in Vergangenheit.
      LG
      Sabienes

Kommentare sind geschlossen.

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