Apfelstrudel – Leibgerichte bei Punkt, Punkt, Punkt

with 16 Kommentare
apfelstrudel
Apfelstrudel

Heute wird euch bei der Blogaktion Punkt, Punkt, Punkt von Sandra das Wasser im Mund zusammenlaufen. Denn es geht um Leibgerichte!
Mein persönlicher Favorit ist eigentlich Spaghetti Napoli (mit Parmesan und grünem Salat) und wenn ihr meint, dass das ziemlich banal sei, dann täuscht ihr euch gewaltig. Denn nichts geht über eine anständige, selbstgemachte Tomatensoße aus frischen Zutaten.
Aber leider bin ich nicht so der tolle Food-Blogger und habe kein superschönes Spaghetti-Napoli-Foto. Dafür kann ich aber mit einem selbstgemachten Apfelstrudel samt Foto dienen – wie praktisch, dass auch diese alpenländische Spezialität zu meinen Lieblingsleibgerichten gehört.

Da nun im Herbst der Apfelstrudel quasi reif an den Bäumen hängt, werde ich heute ausnahmsweise einmal ein Rezept veröffentlichen.

Mein Rezept für leckeren Apfelstrudel

Der Strudelteig:

Natürlich kann man auch einen fertigen Strudelteig kaufen. Aber der ist sehr blättrig und wirklich kein Vergleich mit dem Original.
Ein Strudelteig macht ein bisschen Mühe, aber wenn ich das hinbekommen, schafft ihr das auch!

  • 275 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Öl
  • 100 ml lauwarmes Wasser
  • 1 EL flüssige Butter

Mehl, Salz. Öl und Wasser vermengt ihr zu einem glatten elastischen Teig (das geht gut mit den Knethaken des Handrührers). Formt dann den Teig zu einer Kugel und bestreicht ihn mit der Butter.
Dann kommt das wichtigste: ritzt mit einem Messer ein Kreuz in die Kugel. (Das hat keine metaphyischen Gründe – oder doch?)
Auf jeden Fall wickelt ihr den Teig nun in eine Folie und lässt ihn mindestens zwei Stunden im Kühlschrank ruhen.

Für die Füllung:

  • 1000 g Äpfel
  • 50 g Butter
  • 140 g Zucker
  • 10 g Zimt
  • 100 g Semmelbrösel
  • 170 g Rosinen
  • Zitronensaft
  • 1 tüchtiger Schuss Rum

Die Äpfel schälen, in kleine Stücke schneiden und mit dem Zitronensaft vermengen. Dann die Butter in einer großen Pfanne erhitzen, die Semmelbrösel darin vorsichtig anrösten und Zucker und Zimt dazu tun. Gut verrühren.
Dann kommen die Äpfel und die Rosinen dazu und man kann vorsichtig mit dem Rum ablöschen.
Das ganze lässt ihr ein bisschen dünsten und dann mit einem Tuch zugedeckt komplett abkühlen.

Jetzt wird es spannend:

Wenn der Teig mindestens zwei Stunden durchziehen konnte, nehmt ihr ein (sauberes) Tischtuch, bestäubt es mit Mehl und rollt darauf den Teig so dünn, wie möglich aus. Es heißt, man solle durch den Teig das Muster des Tischtuchs sehen können. Dazu braucht man sehr viel Übung, weil er gerne reißt. Seit ich aber ein weißes Tuch benutze, habe ich eine Sorge weniger …

Dann verteilt ihr die Füllung vorsichtig auf dem Teig und rollt ihn noch vorsichtiger mit Hilfe des Tischtuchs zusammen. Irgendwie müsst ihr jetzt das ganze schwere Ding auf ein Backblech bringen – das gelingt mit sehr viel Schwung und Mut.

Den Rücken bepinselt ihr dann schon mal ein bisschen mit flüssiger Butter, unterm Backen könnt ihr das wiederholen.

Den Apfelstrudel müsst ihr bei ca. 180°C etwa 30 Minuten backen lassen. Dann muss er noch mal 30 Minuten und wird zum Schluss mit Puderzucker bestäubt.

Wenn alles gut geklappt hat, sollte euer Strudel ungefähr so aussehen:

apfelstrudel mit Vanillesoße
Apfelstrudel mit Vanillesoße

 

Man kann den Apfelstrudel mit geschlagener Sahne oder Vanilleeis essen. Ich für meinen Teil bevorzuge aber traditionelle Vanillesoße.

So ein Apfelstrudel ist eigentlich ein gesunder Kuchen, weil da ganz viele Äpfel drin sind.
Und Rum. 😉

Viel Spaß beim Nachbacken!

Alle Fotos: Apfestrudel ©traumalbum.de
Text: Apfelstrudel – Leibgerichte bei Punkt, Punkt, Punkt ©traumalbum.de
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16 Antworten

  1. moni
    |

    Liebe Sabiene,
    Apfelstrudel, ein Traum, herrlich und lecker!
    Aber so etwas mache ich nicht selbst, man muss ja nicht alles können, gell. 😉
    Angenehmen Sonntag,
    moni

    • Sabienes
      |

      @moni: Es ist eigentlich gar nicht so schwer, aber man muss sich ein bisschen Zeit lassen. Aber das Ausrollen des Teigs ist nervig, wirklich wahr.
      Ich habe es ja gut, denn mein Sohn ist gelernter Bäcker und kann das supergut. Man muss wirklich nicht alles selbst können … 😉
      LG
      Sabienes

  2. Sandra
    |

    Hallo Sabine,

    du ahnst gerade sicher gar nicht, welchen riesigen gefallen du mir mit deinem Rezept getan hast. Meine verstorbene Oma Ella war eine Meisterin in Sachen Apfelstrudel. Leider im Vermitteln von Rezepten leider gar nicht, weil sie alles Pi mal Daumen gemacht hat. Jetzt ist dein Rezept direkt in meinem Ordner am Rechner gelandet.
    Omi hat dazu immer eine Weinsoße gemacht. Die mochte ich aber nicht so, sondern habe auch immer Vanillesoße dazu bekommen. Legga ♥.

    Liebe Grüße
    Sandra

    • Sabienes
      |

      @Sandra: Wirklich? Das freut mich jetzt aber! Viel Spaß beim Nachbacken und gutes Gelingen!
      LG
      Sabienes

  3. Tanjas Bunte Welt
    |

    Hmmm bei Apfelstrudel bin ich sofort dabei
    Liebe Grüße

    • Sabienes
      |

      @Tanja: Du als Österreicherin bist ja quasi an der Quelle! Ich habe vor 3 Jahren einmal in Linz einen ganz leckeren gegessen, aber frage mich nicht, wo ich da gewesen bin 😉
      LG
      Sabienes

      • Tanjas Bunte Welt
        |

        Ja das stimmt, mache ihn aber meistens selbst, da ich 1. keine Rosinen mag und die meistens enthalten sind, und 2. mag ich die mühlviertler Variante mit Brösel lieber. Bekommt man auch kaum

        • Sabienes
          |

          @Tanja: Was für Brösel denn? Das Paniermehl in der Apfelfüllung?
          LG
          Sabienes

          • Tanjas Bunte Welt
            |

            Icja, wobei hier die Semmelbrösel nicht mit dem Apfel gemischt wird, sondern als Schicht genommen wird. Zudem gebe ich Sauerrahm, Saure Sahne bei euch, hinein.

          • Sabienes
            |

            @Tanja: Interessant! Mit den Semmelbröseln auf dem Teig ist eine gute Sache, damit er nicht so durchweicht, wenn man ihn rollt. Saure Sahne kann ich mir auch gut vorstellen ….
            LG
            Sabienes

  4. Fran Hunne
    |

    Grummel, Apfelstrudel will, jetzt, sofort … nicht mal einen Apfel im Haus habe … grummel …
    Meine Version für Arme ist übrigens die Blätterteigtasche mit stückigem Apfelkompott – ja, aus Fertigen Blätterteigscheiben – so ein ganzer Strudel ist für einen Singlehaushalt einfach zuviel.

    • Sabienes
      |

      @Fran Hunne: Das stimmt, zumal es irgendwie immer doch 2 Strudel werden, keine Ahnung, wie ich das schaffe. Aber man kann ihn sehr gut einfrieren oder man teilt oder viertelt das Rezept
      Aber Blätterteigtaschen ist auch nicht das schlechteste 😉
      LG
      Sabienes

  5. Anne Seltmann
    |

    Hmmmmm…Autsch, jetzt habe ich in den Bildschirm gebissen 😀
    Leckeeeeeeeeer! Haben will!
    Ich habe ihn in jungen Jahren schon mal gebacken, ich sollte das sobald wieder tun. Mannoman schaut der lecker aus.

    Liebe Grüße

    Anne

    • Sabienes
      |

      @Anne: Hast du keinen gegessen, als du in Bayern gewesen bist?
      LG
      Sabienes

  6. Iris
    |

    Ich will sofort auch einen Sohn, der Bäcker ist! Erinnere mich an Tischtuchexperimente in Sachen Strudelteig vor ca. 40 Jahren mit meiner Freundin. Es ging nicht gut aus für das Tischtuch, den Strudel und überhaupt. Aber die bereits vorbereitette Füllung schmeckte auch ohne Teig gut.
    LG Iris

    • Sabienes
      |

      @Iris: So ungefähr war mein erster Strudel auch! 😉
      LG
      Sabienes

Kommentare sind geschlossen.

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