Angst essen Seele auf – Oder: Wovor fürchtest du dich?

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Angst essen Seele auf - Oder: Wovor fürchtest du dich?

Das schrillen bei mir sämtliche Alarmglocken vor Angst und Ekel: Tauben

Angst zu haben ist für Erwachsene eigentlich ein Tabu. Aber jeder von uns hat ja bekanntlich so seine speziellen, privaten Ängste. Selbst diejenigen unter uns, die sich nach außen als großen Helden geben, kriegen Panik, wenn eine kleine Spinne ihren Weg kreuzt.
Heute geht es hier um das Thema Angst. Man könnte es auch so sagen: 

The only thing to fear is fear itself. (Franklin D. Roosevelt)

Ich habe viele Ängste, aber ich könnte wahrscheinlich alle überwinden, wenn ich mir Mühe gebe – bis auf diese drei:

1. Angst vor Tauben

Ich habe mich mal als kleines Kind vor einer Taube erschreckt und laut meiner Mutter noch jahrelang Albträume deswegen gehabt. Ich glaube, dass meine Erinnerung lediglich auf diese Träume fußt. Das ist aber auch egal, denn ich habe immernoch solche Angst vor Tauben, dass ich sie regelrecht hasse! Mich wundert es deswegen, dass ich überhaupt jemals ein Foto von diesen Viechern gemacht habe.
Für mich sind das Flugratten, sie machen Dreck und sind eine Gefahr.
Die Tauben auf dem Markusplatz in Venedig?
Beware of!

2. Enge? Da bekomme ich Panik!

enge gasse auf mallorca

Hier wird es eng

Ich brauche viel Platz um mich herum!
Zwar kann ich mitten in einer Menschenmenge stehen, ohne Klaustrophie zu bekommen. Aber ich bin nicht meistens nicht sehr entspannt.
Jedoch beim Autofahren ist das schon sehr hinderlich, besonders beim Einparken. Um solche engen Gassen, wie diese auf Mallorca würde ich nie und nimmer mit einem Auto fahren.
Andere tun das.

3. Angst vor Armut

angst vor armut

Denkmal der Great Famine, der großen Hungersnot in Irland

Vielleicht liegt es daran, dass meine Eltern zur Kriegsgeneration gehören und schon meine Großeltern bittere Armut erlebt haben. Denn mir wurden sehr viele Geschichten aus dieser Zeit erzählt.
Vielleicht bin ich in einer früheren Inkarnation schon einmal verhungert, wer weiß.
Aber der Gedanke, ins “Armenhaus” gehen zu müssen, war bei mir schon immer sehr präsent, obwohl es solche Einrichtungen gar nicht mehr gibt.
Oder nennt man die jetzt anders?
Hinderlich bei dieser Angst ist natürlich der Umstand, dass ich kein ausgesprochen sparsamer oder gar geiziger Mensch bin.
Ich kann es ganz schön krachen lassen 😉 Und das soll sich eigentlich auch nicht ändern.

Nach diesem Einblick in mein Seelenleben verabschiede ich euch in diesen Sonntag. Wie ich am letzten Sonntag schon erzählt hatte, bin ich heute unterwegs und werde eure Kommentare erst im Laufe der Woche beantworten können.

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Text: Das TraumAlbum ist eine Fotosammlung der besonderen ART. ©traumalbum.de
Alle Fotos: Das TraumAlbum ist eine Fotosammlung der besonderen ART. ©traumalbum.de

Zusammenfassung
Angst essen Seele auf - Oder: Wovor fürchtest du dich?
Titel
Angst essen Seele auf - Oder: Wovor fürchtest du dich?
Beschreibung
Heute geht es bei meinen Fotos um meine Ängste und ich erzähle euch, warum ich Angst vor Tauben oder vor Armut habe und nicht einparken kann
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10 Kommentare

  1. Hallo Sabine,

    Angst vor Nöten sind sicherlich auch tief verwurzelt in den Menschen. Beim Befahren der engen Gassen auf Mallorca habe ich auch ziemlich geschwitzt und war sehr ängstlich. Damals war nur Nina mit im Auto und die war noch im Kindersitz, also musste ich es irgendwie hinbekommen. Angst vor Tauben habe ich bisher von niemandem gehört.

    Liebe Grüße
    Sandra

  2. Ich kenne viele Leute hier in Berlin, die Tauben vielleicht nicht fürchten, aber wegen des Drecks, den sie machen, hassen. Deine Angst vorf Armut ist ja eigentlich nur eine Form der Existenzangst, die glaube ich sehr viele Menschen haben, ohne es mit Vokabeln wie “Armenhaus” etc. zu bezeichnen. Und das finde ich sehr nachvollziehbar.
    LG Iris

    • @Iris: Tauben machen nicht nur Dreck, sie verbreiten auch Krankheiten und ihr Kot zersetzt die Fassaden. In den meisten Städten ist es auch verboten, die Tauben zu füttern. Aber das wird oft missachtet.
      LG
      Sabienes

  3. Guten Morgen, Sabienes,

    dieses Denkmal der grossen Hungersnot ist mehr als nur eindrücklich. Es lässt mich daran denken, dass über eine Milliarde Menschen auf unserer Welt in extremer Armut leben. Und das in einer Zeit, in der das nicht sein müsste.

    Eigenartigerweise kenne ich deine drei Ängste nicht, obwohl ich mich vor einigem fürchte und vor vielem Angst habe. Ich bin fest daran, mich zu bemühen, meine Ängste zu überwinden. Das sind drei Schritte vor und zwei zurück.

    Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche
    Barbara

    • @Barbara: Naja, ich denke auch, dass ich mich bezüglich meiner Ängste im Griff habe. Zumindest sitze ich nicht zitternd zu Hause oder verkrieche mich unters Bett. Ich gehe aber den Tauben aus dem Weg 😉
      LG
      Sabienes

  4. Angst vor Tauben ist ja krass… Obwohl… Wenn jemand Angst vor kleinen Spinnen hat, sind Tauben ja schon ne andere Nummer 🙂
    Ich mag die auch nicht so, aber seit da grade welche in meinem Baum vor dem Küchenfenster nisten (und ich sie nicht verscheucht habe!), beobachte ich sie manchmal und sehe, wie unglaublich nett sie miteinander umgehen, hab ich meine Einstellung ein bisschen geändert. Jetzt weiß ich jedenfalls woher der Begriff “Turteltauben” kommt. Sie schnäbeln da immer rum, breiten gegenseitig ihre Flügel übereinander aus, irgendwie rührend…

    Auf Malle bin ich auch schon durch so enge Gassen gefahren. da hatte ich keine Angst, der Leihwagen hatte schon so viele Schrammen, und da hat am Ende niemand nach geschaut. das ist für die ganz normal…:-)

    LG Sabine

    • @Teamworkart: Angst vor Vögeln allgemein ist sogar recht häufig. Aber die Angst vor Spinnen oder Schlangen ist wohl bekannter.
      Inzwischen ist das mit den meisten Leihwägen auf Mallorca so, dass ein Protokoll erstellt wird und die Vermieter sind ziemlich penibel geworden, wenn man eine Delle in die Kiste fährt.
      LG
      Sabienes

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