Garzweiler – Braunkohle für die RWE

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Grube in Garzweiler
Garzweiler

Der Braunkohletagebau Garzweiler in Nordrhein-Westphalen ist ein riesiges Abbaugebiet für Braunkohle. Dabei werden pro Jahr rund 200 Millionen Tonnen Abraum produziert, aus dem dann immerhin noch eine Fördermenge von 40 Millionen Tonnen entsteht.
Und obwohl die Energiegewinnung durch Braunkohle umstritten ist, wird dieser Tagebau immer mehr erweitert. Das erfordert, bzw. erforderte die Umsiedelung mehrer Ortschaften und deren Bewohner. Die RWE reisst in Garzweiler nicht nur die Erde auf, sondern zerstört auch die sozialen und wirtschaftlichen Strukturen der dort beheimateten Menschen. Und sogar vor den Autobahnen A44 und A61 mussten streckenweise verlegt werden, weil irgendsoein Narr einige Abschnitte mitten durch den schönen Flötz gebaut hat.
Sind die Braunklohleflötze erschöpft, werden dort, wo vor Millionen vor Jahren die Moore und Wälder der Niederrheinischen Bucht für die Entstehung dieses wertvollen Rohstoffes gesorgt haben, im Namen der Renaturierung von den Betreibern Seen angelegt. Weil dies am billigsten ist.

Wenn bei euch in der Nachbarschaft Windräder aufgestellt werden sollen und euch oder euren Nachbarn dies nicht gefällt, dann fahrt doch einfach mal zu der Besucherplattform Garzweiler am Aussichtspunkt Jackerath und schaut euch dieses Treiben an!

Nachtrag vom 17.12.2013: Laut dem Bundesverfassungsgericht war die Enteignung der betroffenen Bürger zwar verfassungswidrig, aber dennoch darf Garzweiler weiter ausgebaut werden.

Eine neues Foto in meiner Sammlung Industrials.

Foto: Braunkohletagebau Garzweiler ©traumalbum.de
Text: Garzweiler – Braunkohle für die RWE ©traumalbum.de

4 Responses

  1. Marianne vom Kokelores
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    leider, leider kümmert es die menschen meist nur, wenn es vor ihrer haustüre geschieht und ansonsten shoppen, sonnen… es wäre möglich sonnen- und windenergie zu speichern, aber die Pumpwerke will keiner haben.
    Du haast so recht.
    lg
    marianne

    • sabienes
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      @Marianne: Natürlich ist es nicht so schön, wenn man so ein Windrad im Vorgarten hätte, da sagt ja keiner was. Aber es gäbe wirklich Schlimmeres, als 500 m von einem entfernt zu wohnen. Aber Hauptsache, der Strom kommt weiterhin aus der Steckdose!
      LG
      Sabienes

  2. minibar
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    Dass es Wüsten in Deutschland gibt, ist mir auch erst seit ein paar Jahren bekannt.
    Aber dieser Eingriff ins Menschenleben, ins Soziale Miteinander, der ist nie, nie wieder gutzumachen.
    Es ist zum Heulen.

    • sabienes
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      @minibares: Es ist wohl tatsächlich so, dass es unter den Ausgesiedelten etliche Spannungen und Probleme gibt.
      LG
      Sabienes

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